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René de Obaldia

Geburtstag: 22. Oktober 1918
Nation: Frankreich

von Eugen Helmlé



René de Obaldia - Essay

Stand: 01.04.1984

René de Obaldia, der heute international vor allem als Theaterautor bekannt ist, debütierte 1949 mit einem schmalen Gedichtband, „Midi“ (Mittag), für den er noch im gleichen Jahr den Prix Louis Parrot erhielt.

„Midi“ ist im wesentlichen ein längerer Text von surrealistischer Struktur, bei dem neben der ,écriture automatique‘ vor allem ein Element auszumachen ist, das diese eigentlich ausschließen müßte, die Inspiration nämlich, so wie sie Breton in seinem „Zweiten surrealistischen Manifest“ beschreibt: „Mühelos erkennen wir sie an dieser totalen Inbesitznahme unseres Geistes, die gelegentlich verhindert, daß wir bei jedem gestellten Problem zum Spielzeug eher dieser rationalen Lösung statt jener anderen werden, an dieser Art Kurzschluß, den sie zwischen einem gegebenen Einfall und seiner Entsprechung (der geschriebenen zum Beispiel) herstellt.“ Schon die ersten Zeilen geben den Ton an: „Eröffnet das Aufgebot die nackten Kathedralen spießen die Sonne auf der Vogel erneuert sich an den Mündern der Statuen.“ Doch im Gegensatz zu den Surrealisten, zu Breton insbesondere, ist das Thema Obaldias, der sich zumal in seinen Anfängen auf die Mystiker der großen Weltreligionen beruft, in diesem Gedicht ein religiöses. Immer wieder beschwört ...



Der Artikel über René de Obaldia ist nur einer von derzeit mehr als 650 Artikeln über Leben und Werk herausragender Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts im „KLfG – Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur“ Das KLfG bietet ausführliche Biografien, verzeichnet alle Originalausgaben und sämtliche Übersetzungen ins Deutsche sowie die wichtigste Sekundärliteratur.
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