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Christine Wolter

Geburtstag: 30. März 1939
Nation: Deutschland

von Ursula Vogel



Christine Wolter - Essay

„Der Schriftsteller muß ohne Mitleid schreiben.“ Dieses Zitat legt Christine Wolter einem Schriftsteller in den Mund, von dem sie im „Nachsatz“ ihres Erzählbandes „Piazza Brà“ (1988) schreibt. Dieser Satz wird zum Anstoß, nachzudenken über eine gewisse Schonungslosigkeit, die die Autorin, wenn überhaupt, dann nur an sich selbst erlernen könne. Um das „Autobiographische als Material, eines, das der Autor besonders gut kennt, das er benutzt und bearbeitet, und dem seine Phantasie eine neue, unabhängige Gestalt gibt“, geht es in Wolters Reflexion über die schriftstellerische Arbeit.

Dabei kommt es weniger auf Daten und Fakten an, die Autorin will, wie sie schreibt, ein Lebensgefühl klären.

In Wolters zweitem Roman „Die Alleinseglerin“ (1982) wird die Arbeit am und mit dem autobiographischen Material besonders sinnfällig.

Eine in Mailand lebende Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin bewältigt, manchmal mit einigen Schwierigkeiten, ihren anstrengenden Alltag als Frau und Mutter. Immer wieder sieht sie sich mit Bildern aus der Vergangenheit konfrontiert. Ihre Erinnerungen an die Jugend, den Vater, verschiedene Liebesbeziehungen, die Arbeit an der Universität und vor allem die Erinnerung an die aufreibende Arbeit mit dem „Drachen“, einem vom Vater geerbten alten Segelboot, werden episodenhaft ...


Der Artikel über Christine Wolter ist nur einer von derzeit mehr als 700 Artikeln über Leben und Werk herausragender deutschsprachiger Autoren im „KLG – Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“. Das KLG bietet neben Biogrammen und ausführlichen Essays über Werk und Wirkung auch jeweils ein Werkverzeichnis und eine Bibliographie der Sekundärliteratur.
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