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Franz Mon

Geburtstag: 6. Mai 1926
Nation: Deutschland

von Olaf Kutzmutz (E/B) , Otto Lorenz (E) , Rainer Gerlach (B) und Hans-Christian Kosler (B)



Franz Mon - Essay

Stand: 01.06.1997

In seinem Vortrag „Literatur zwischen den Stühlen“ (1986), einem Kommentar zum eigenen Werk, hat Franz Mon, unter zugleich retrospektiven und programmatischen Gesichtspunkten, noch einmal die Zielsetzungen der experimentellen Dichtung zu begründen versucht. Deutlicher als jemals zuvor markierte er da, mit einer knappen Skizze der geleisteten und fortzusetzenden Arbeit, das Ausgangsproblem dieser Spielart der Gegenwartsliteratur, zu deren prominentesten Vertretern er seit Mitte der fünfziger Jahre gehört.

Anknüpfend an die Tradition der literarischen Moderne, in der wiederholt die Aufmerksamkeit auf die Sprache als ein soziokulturelles Zeichenensemble gelenkt wurde, kam es den ,experimentellen‘ Autoren, nach dem Ende des Hitler-Faschismus, darauf an, die Formen der alltäglichen und literarischen Kommunikation, insbesondere die ideologischen Zwecken dienstbaren Sprachmechanismen bewußt zu machen. Was immer sie häufig mit anarchischer Lust erprobten – ob sie poetische Gattungen auflösten oder grammatische Strukturen veränderten, ob sie assoziative Wortreihen bildeten oder zitatreiche Textcollagen zusammenstellten –, stets reflektierten sie genau auf die historische Situation. Demonstrativ arbeiteten sie mit immer neuen Schreibtechniken heraus, daß sich in den verschiedensten Artikulationsweisen eine das menschliche Empfinden, Denken ...



Der Artikel über Franz Mon ist nur einer von derzeit mehr als 700 Artikeln über Leben und Werk herausragender deutschsprachiger Autoren im „KLG – Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“. Das KLG bietet neben Biogrammen und ausführlichen Essays über Werk und Wirkung auch jeweils ein Werkverzeichnis und eine Bibliographie der Sekundärliteratur.
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