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Rosa Montero

Geburtstag: 3. Januar 1951
Nation: Spanien

von Regine Schmolling



Rosa Montero - Essay

Auffallend ist die wachsende Zahl von Schriftstellerinnen, die mit ihrer Prosa im postfranquistischen Spanien die Aufmerksamkeit der Kritik erregen. Mit Souveränität behandeln sie vielfältigste Themen, experimentieren mit den unterschiedlichsten erzählerischen Mitteln. Doch ist der Prozeß der Selbstfindung, vor allem die Suche nach eigenen Ausdrucksformen, noch nicht abgeschlossen. Rosa Montero betrachtet das Schreiben als einen Weg in Richtung auf ein unbekanntes Ziel. Ihre frühen Romane haben den Charakter von Selbstzeugnissen einer engagierten Feministin. Literatur ist in ihren Augen jedoch kein geeignetes Medium der Frauenemanzipation, an die Existenz eines spezifisch weiblichen Diskurses glaubt sie nicht. Wohl aber sei es in einer sexistischen Welt denkbar, daß das, was Frauen schreiben, sich als Ausdruck ihrer Wahrnehmung der Umwelt von ,männlicher’ Literatur unterscheide. In neueren Werken geht Montero zunehmend Phänomenen nach, die nicht frauenspezifisch, sondern universell sind.

Ihr erster Roman, “Crónica del desamor” (Chronik der Lieblosigkeit, 1979), erschien auf dem Höhepunkt der Emanzipationsbewegung spanischer Frauen und erzielte hohe Auflagen.

Erzählt werden die Geschichten von sechs Frauen, denen es aufgrund der Fesseln einer traditionellen Erziehung nicht immer gelingt, ihr eigentlich emanzipiertes Lebenskonzept in einer männerdominierten Welt tatsächlich zu realisieren. Die ...


Der Artikel über Rosa Montero ist nur einer von derzeit mehr als 650 Artikeln über Leben und Werk herausragender Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts im „KLfG – Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur“ Das KLfG bietet ausführliche Biografien, verzeichnet alle Originalausgaben und sämtliche Übersetzungen ins Deutsche sowie die wichtigste Sekundärliteratur.
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