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Wolfgang Hegewald

Geburtstag: 26. März 1952
Nation: Deutschland

von Jan Strümpel



Wolfgang Hegewald - Essay

Mit seinem subversiven, die Vorgaben realistischen Erzählens gezielt überschreitenden literarischen Programm wurde dem aus Dresden stammenden Wolfgang Hegewald, wiewohl von Franz Fühmann als Autor zum Hinstorff-Verlag geholt, der Eintritt in den Buchmarkt der DDR verwehrt. Zwar bekam er ein Honorar für eine Vorfassung seines Romans „Jakob Oberlin oder Die Kunst der Heimat“, die Produktion wurde jedoch nie in die Wege geleitet. Um seinen Büchern tatsächlich „so etwas wie Heimat“ zu geben, mußte Hegewald in den westlichen Teil Deutschlands umziehen. Hier stieß er 1984 mit seiner ersten Veröffentlichung, „Das Gegenteil der Fotografie. Fragmente einer empfindsamen Reise“, sogleich auf große Resonanz. In den Folgejahren arbeitete er weiter an seinem ehrgeizigen Projekt der poetischen Erkundung von Grenzsituationen.

In einem tschechischen Untersuchungsgefängnis nahe der Grenze zum Westen Europas werden zwei ostdeutsche Touristen – die Fotografin Anja und der Pathologe Friedrich – als vermeintliche Flüchtlinge einen Tag lang festgehalten und verhört. Bewacht und getrennt in ihren Zellen sitzend berichten sie, sich von Kapitel zu Kapitel abwechselnd, über die Bedingungen der Haft, lassen die Geschehnisse der Vortage Revue passieren und erinnern schließlich auch Ereignisse und Gefühlszustände aus ihrer Vergangenheit, bis ...


Der Artikel über Wolfgang Hegewald ist nur einer von derzeit mehr als 700 Artikeln über Leben und Werk herausragender deutschsprachiger Autoren im „KLG – Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“. Das KLG bietet neben Biogrammen und ausführlichen Essays über Werk und Wirkung auch jeweils ein Werkverzeichnis und eine Bibliographie der Sekundärliteratur.
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