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Andrea Zanzotto

Geburtstag: 10. Oktober 1921
Todestag: 18. Oktober 2011
Nation: Italien

von Theresia Prammer



Andrea Zanzotto - Essay

Stand: 15.02.2015

Andrea Zanzotto gilt in seinem Heimatland seit Jahrzehnten als einer der herausragendsten Vertreter der Gegenwartspoesie; mit seinem spracherneuernden Wirken hat er nachfolgende Generationen wesentlich beeinflusst. Von keinen geringeren als Giuseppe Ungaretti, Eugenio Montale und Salvatore Quasimodo, den drei bedeutendsten Gewährsmännern des italienischen Hermetismus, für seine erste größere Gedichtsammlung „Dietro il paesaggio“ (Hinter der Landschaft, 1951) ausdrücklich gelobt, war Andrea Zanzotto schon im Italien der frühen Nachkriegszeit kein Unbekannter mehr. Insgesamt stand die frühe Rezeption seines Werkes jedoch noch ganz im Zeichen des Posthermetismus – eine zwar tendenziell zutreffende, doch in vielerlei Hinsicht irreführende Einschätzung. Auch in Bezug auf die Publikationen „Elegia e altri versi“ (Elegie und andere Verse, 1954) und „Vocativo“ (Vokativ, 1957) gelang es der Kritik noch nicht, diese vorschnelle Einschreibung in ein dominantes ästhetisches Muster wirklich zu revidieren. Erst mit dem Erscheinen von „IX Ecloghe“ (IX Eklogen, 1962) begann sich eine Wendung abzuzeichnen: Zwar behauptet sich Zanzotto auch in diesem Gedichtzyklus innerhalb der Errungenschaften des Ermetismo, stellt diese jedoch, geprägt von seiner theoretischen wie praktischen Erfahrung mit der Psychoanalyse, in den Dienst ...



Der Artikel über Andrea Zanzotto ist nur einer von derzeit mehr als 650 Artikeln über Leben und Werk herausragender Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts im „KLfG – Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur“ Das KLfG bietet ausführliche Biografien, verzeichnet alle Originalausgaben und sämtliche Übersetzungen ins Deutsche sowie die wichtigste Sekundärliteratur.
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