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Dionne Brand

Geburtstag: 7. Januar 1953
Nation: Kanada

von Kirsten A. Sandrock



Dionne Brand - Essay

Stand: 15.01.2013

Dionne Brands schriftstellerische Werke sind untrennbar mit ihrem sozialen Engagement verbunden. Als Menschenrechtsaktivistin wie als Autorin setzt sie sich insbesondere mit der Geschichte der farbigen Weltbevölkerung auseinander sowie mit dem Schicksal der Frauen weltweit. Brand schreibt Gedichte, Romane und Erzählungen genauso wie wissenschaftliche Artikel und Essays, die vorwiegend Themen der Entwurzelung und Identitätsfindung von multikulturellen Figuren und Gesellschaften behandeln. Sie schreibt von freiwilliger und unfreiwilliger Migration, von der neokolonialen Ausbeutung von Minderheiten und von der Stellung der (farbigen) Frau im kolonialen und postkolonialen Zeitalter. Auch auf formaler und stilistischer Ebene finden sich diese Leitgedanken der Frauen- und Geschlechterstudien sowie des postkolonialen Diskurses in Brands Werken wieder. So wird in ihren Romanen beispielsweise das Motiv der persönlichen Identitätsfindung mit vielfältigen narrativen Perspektivwechseln verbunden oder in ihren Erzählungen die Problematik der transkulturellen Dislokation mit der Verwendung eines hybriden Englisch akzentuiert. Somit lassen sich Brands Werke nicht zuletzt als Vertreter des ethical turn in der angloamerikanischen Literatur des ausgehenden 20. Jahrhunderts verstehen. Das Resultat sind Werke, die mit herkömmlichen literarischen Mustern brechen und ihre eigene Sprache und ihren eigenen Stil entwickeln. International ist Brand ...



Der Artikel über Dionne Brand ist nur einer von derzeit mehr als 650 Artikeln über Leben und Werk herausragender Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts im „KLfG – Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur“ Das KLfG bietet ausführliche Biografien, verzeichnet alle Originalausgaben und sämtliche Übersetzungen ins Deutsche sowie die wichtigste Sekundärliteratur.
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