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Gabriel García Márquez

Geburtstag: 6. März 1928
Todestag: 17. April 2014
Nation: Kolumbien

von Eberhard Geisler



Gabriel García Márquez - Essay

Stand: 01.03.2011

Unübersehbar sind die Schwierigkeiten einer Kategorisierung: Als Gabriel García Márquez am 21. Oktober 1982 den Nobelpreis für Literatur erhielt, wurde er am selben Abend in den „tagesthemen“ der ARD als „Dichter der Unterdrückten“ apostrophiert. Das gerade für Lateinamerika zentrale Thema der Gewalt hat der kolumbianische Autor in der Tat immer wieder, und aus der Sicht der Opfer, zu seinem gemacht; seine Bücher zeugen von den Verheerungen, die eine nordamerikanische Kolonialpolitik im Süden des Kontinents angerichtet hat, und auch in seinen journalistischen Arbeiten – den Reportagen etwa über den von kubanischen Truppen unterstützten angolanischen Befreiungskampf – hat er sich mit der sozialen Wirklichkeit Partei nehmend auseinandergesetzt. Und dennoch – so sehr eine solche Apostrophierung ihr Recht hat, so sehr sie gar ein Ehrentitel ist, so sehr ist sie auch abgegriffen und tut dem Werk Gewalt an, indem sie es auf seinen moralischen Aspekt reduziert. Wenige Wochen später veröffentlichte eine Berliner Programmzeitschrift ein Interview mit dem Preisträger. Dies ist nicht nur insofern bemerkenswert, als es zeigt, dass García Márquez in der Bundesrepublik längst nicht mehr allein von einem kleinen ...



Der Artikel über Gabriel García Márquez ist nur einer von derzeit mehr als 650 Artikeln über Leben und Werk herausragender Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts im „KLfG – Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur“ Das KLfG bietet ausführliche Biografien, verzeichnet alle Originalausgaben und sämtliche Übersetzungen ins Deutsche sowie die wichtigste Sekundärliteratur.
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